Aktuell

Neue Freiwillige Vereinbarungen 2021

Aufgrund der Novellierung der Düngeverordnung auf Bundes- und Landesebene waren
Anpassungen an den Katalog der FV erforderlich. In den nitratsensiblen Gebieten ist eine Reduktion der Düngung um – 20 % vorgeschrieben, dadurch kann die Maßnahme „Reduzierte N-Düngung Roggen“ nicht mehr abgeschlossen
werden. Die Maßnahme „Umwandlung von intensivem Grünland in extensives Grünland“ ist
nur noch außerhalb der Nitratkulisse förderfähig.
Außerdem ist in dem jetzigen Entwurf zu den „roten Gebieten“ der Anbau von Untersaaten vor Sommerungen vorgeschrieben, daher wird die Maßnahme „Untersaaten“ ebenfalls nicht mehr förderfähig sein.
Die freiwillige Vereinbarung „Zwischenfrucht vor Sommerungen“ musste an die Vorgaben der Nitratkulisse angepasst werden.
Es wurde beschlossen neue freiwillige Vereinbarungen in den Maßnahmenkatalog aufzunehmen, den einzelnen Maßnahmen sind dem Katalog der freiwilligen Vereinbarungen zu entnehmen (siehe unten).

Katalog Freiwillige Vereinbarungen 2021

Arbeitsgruppe "Metabolite im Grundwasser" gegründet

In den letzten Jahren wurden in den Grundwasseruntersuchungen der Vorfeldmessstellen verschiedene nicht relevante Metabolite festgestellt.

Metabolite sind Abbauprodukte von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen. Laut Umweltbundesamt besitzen „Nicht relevante Metaboliten (nrM) weder eine definierte pestizide Restaktivität, noch ein pflanzenschutzrechtlich relevantes humantoxisches oder ökotoxisches Potenzial“.

Für PSM gelten laut TrinkwV die Grenzwerte 0,1 μg/l für den Einzelstoff sowie 0,5 μg/l für die Summe, falls mehr als ein PSM gefunden wird. Im Falle der nicht relevanten Metabolite (nrM) gibt es keine Grenzwerte, sondern gesundheitliche Orientierungswerte GOW. Der GOW eines nrM lautet entweder 3 oder 1 μg/l pro Substanz, ist also sehr viel höher angesetzt als die PSM-Grenzwerte. Der GOW wurde bei den Untersuchungen in den Stader Wasserschutzgebieten teilweise überschritten.

Aus diesem Grund wurde eine Arbeitsgruppe Metabolite im Grundwasser gegründet in der sich Vertreter der Stadtwerke Buxtehude, Trinkwasserverband Stader Land, Stadtwerke Stade, Niedersächsicher Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Landkreis (Umweltamt), Büro für Umweltbewertung (BfU) und der Agrarberatung Stade GmbH zweimal jährlich treffen. In den Treffen werden Ursachen für Metabolitfunde und mögliche Strategien zur Verringerung diskutiert.

Maishacke - neue Vereinbarung 2018

Neue FV: Verzicht auf Einsatz Metolachlor und Terbuthylazin durch Einsatz Maishacke

Auf der Kooperationssitzung am 07.02.2018 wurde beschlossen, den Einsatz einer Maishacke als freiwillige Vereinbarung anzubieten. Die Vereinbarung beinhaltet den Verzicht auf die in bodenwirksamen Herbiziden vorkommenden Wirkstoffe Metolachlor und Terbuthylazin bei gleichzeitigem Einsatz einer Maishacke. Eine Kombination mit Untersaaten ist möglich und empfehlenswert. Die Maßnahme kann nur in Absprache mit der Wasserschutzzusatzberatung durchgeführt werden.