Aktuell

Katalog Freiwillige Vereinbarungen 2020

Arbeitsgruppe "Metabolite im Grundwasser" gegründet

In den letzten Jahren wurden in den Grundwasseruntersuchungen der Vorfeldmessstellen verschiedene nicht relevante Metabolite festgestellt.

Metabolite sind Abbauprodukte von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen. Laut Umweltbundesamt besitzen „Nicht relevante Metaboliten (nrM) weder eine definierte pestizide Restaktivität, noch ein pflanzenschutzrechtlich relevantes humantoxisches oder ökotoxisches Potenzial“.

Für PSM gelten laut TrinkwV die Grenzwerte 0,1 μg/l für den Einzelstoff sowie 0,5 μg/l für die Summe, falls mehr als ein PSM gefunden wird. Im Falle der nicht relevanten Metabolite (nrM) gibt es keine Grenzwerte, sondern gesundheitliche Orientierungswerte GOW. Der GOW eines nrM lautet entweder 3 oder 1 μg/l pro Substanz, ist also sehr viel höher angesetzt als die PSM-Grenzwerte. Der GOW wurde bei den Untersuchungen in den Stader Wasserschutzgebieten teilweise überschritten.

Aus diesem Grund wurde eine Arbeitsgruppe Metabolite im Grundwasser gegründet in der sich Vertreter der Stadtwerke Buxtehude, Trinkwasserverband Stader Land, Stadtwerke Stade, Niedersächsicher Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Landkreis (Umweltamt), Büro für Umweltbewertung (BfU) und der Agrarberatung Stade GmbH zweimal jährlich treffen. In den Treffen werden Ursachen für Metabolitfunde und mögliche Strategien zur Verringerung diskutiert. Das letzte Gespräch fand am 10. April 2018 bei den Stadtwerken Stade statt.

Maishacke - neue Vereinbarung 2018

Neue FV: Verzicht auf Einsatz Metolachlor und Terbuthylazin durch Einsatz Maishacke

Auf der Kooperationssitzung am 07.02.2018 wurde beschlossen, den Einsatz einer Maishacke als freiwillige Vereinbarung anzubieten. Die Vereinbarung beinhaltet den Verzicht auf die in bodenwirksamen Herbiziden vorkommenden Wirkstoffe Metolachlor und Terbuthylazin bei gleichzeitigem Einsatz einer Maishacke. Eine Kombination mit Untersaaten ist möglich und empfehlenswert. Die Maßnahme kann nur in Absprache mit der Wasserschutzzusatzberatung durchgeführt werden. Der Ausgleichsbetrag beläuft sich auf 64,- €/ha.